Pfarrkirche St. Symphorian
Baujahr: 1792
Baustil: Klassizistisch u.a.
Erbauer: Josef Hirschbühl
In der Erzdiözese Freiburg ist Zell die einzige Kirche mit dem hl. Symphorian als Patron. Bischof Heinrich II. von Veringen bestätigte 1206 dem Abt von Gengenbach das Recht, die Pfarrei von Zell zu besetzen. Mindestens um diese Zeit muss darum auch schon eine Kirche bestanden haben. 1643 ließ der französische General Guèbriant die erste Kirche samt Schule und Messnerhaus niederbrennen. Die folgende Zeit wurde mit einer Notkirche überbrückt, bis 1789 nach Plänen von Josef Hirschbühl ein neuer Kirchbau begonnen wurde. Sie wird 1792 vom Straßburger Weihbischof Johann Jakob Lantz konsekriert. Die Kirche ist aus Geldmangel bewusst einfach gehalten. Der Bau ist rechteckig, ohne große Fassade, mit einem Turm im Süden. Der einschiffige Innenraum wird von 14 Rundbogenfenstern erhellt und ist reichhaltig stuckiert. Seitenaltäre mit einem klassizistischen Säulenaufbau flankieren den Chorraum, der von dem steinernen Altartisch beherrscht wird. Zur Renovation 1988/89 wurden Kreuz, Tabernakel, Ambo und ein wie ein Dornbusch gestaltetes Pult zur liturgischen Aufbewahrung des Evangeliars neu geschaffen von Gregor Telgmann, Kamen. Die Decken von Langhaus und Chor sind von verschiedenen Künstlern verziert worden: acht Medaillons aus dem Leben des Hl. Symphorian, Evangelistensymbole und eucharistische Themen. Zur Pfarrei gehört heute die Stadt Zell mit den Stadtteilen Unterharmersbach, Unterentersbach und Oberentersbach. Im Pfarrgebiet liegen zwei kleinere Kapellen und das Kapuzinerkloster mit der Wallfahrtskirche »Maria zu den Ketten«.
Der Patron:
Symphorian, Sohn des Faustus, stammte aus einer edlen Familie, erhielt eine vorzügliche Ausbildung und christliche Erziehung und wurde zu Autun in Burgund unter der Regierung des Mark Aurel (161-180) vor den Statthalter Heraklius geführt, weil er den heidnischen Kult der Kybele, Diana und des Apollo verspottet habe, und zum Tode verurteilt.









